Die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden kürte "Wutbürger" zum Wort des Jahres. Nun hat sich schon Mark Twain darüber beschwert, dass Deutsch ein schreckliche und schwierige Sprache sei. Dies machte er dann auch an den Komposita fest:
Also z.B. Haustür,
Geschirrspülabtrocknervorrichtungsanleitung.- Die deutsche Unsitte Nomen und auch eben manchmal auch Adjekte mit Nomen zu fusionieren.
Die Tür des Hauses würde das dann wahrscheinlich in vielen anderen Sprachen heißen, anstatt Haustür.
Bei dem Geschirrspül etc.......(siehe oben) kann ja entsprechend überlegt werden, inwieweit das auch noch anders ausgedrückt werden kann bzw. muss.
Wutbürger -das neue Wort des Jahres der Gesellschaft für deutsche Sprache , welches sich dann entsprechend aufbröseln lässt in die Wut und den Bürger.
Das erste Mal wohl verwendet in einem TAZ Artikel 2009, dann wieder aufgegriffen im Spiegel, etwas später dann in allen Medien zu finden .
Eigentlich ist der Begriff nicht sehr schmeichelhaft, weil unter Wutbürger dort eher der gutsituierte Bürger verstanden wurde , wohlhabend aber eben maulig.
So haben sich die Stuttgarter 21er unter diesen Begriff schon nicht wiederbefunden , aber ein Herr Sarrazin dann vielleicht schon eher als solcher bezeichnet werden könnte.
Ist ja auch egal. Sollte sich dieser Begriff wirklich etablieren, dann könnte es eventuell auch noch zu einer positiven Sinnverschiebung kommen mit den Jahren.
Etwa so wie bei den Preußen, wo unter dem Bürger in Uniform der Soldat verstanden wurde und damit der Begriff Bürger eine eher postive Wertung erfuhr.
Bürger als Ausdruck für Demokrat.
Aber hatten wir da nicht auch schon den Begriff Kleinbürger? Was darunter zu verstehen ist, wissen die meisten.
Mal sehen, wie es sich mit dem neuen Wort verhält.
Wut ist ja nun wie klein eher ein wertneutraler Begriff.
Auch wenn die Wortschöpfung «Wutbürger» für die Empörung in der Bevölkerung, «dass politische Entscheidungen über ihren Kopf hinweg getroffen werden» (die Welt)dann bei der deutschen Gesellschaft für Sprache dazu geführt hatte ,gerade dieses Wort w zu wählen , ist gerade diese Deutung ein Hinweis.
Den Weltbürger gibt es dann ja auch noch...oder fallen Ihnen noch andere Komposita ein?
Gruß an alle die mal wieder nach Fehlern suchen und gerne gefunden haben möchten.
Mark Twain hatte recht mit seiner Kritik an den Komposita, aber selbstverständlich sind Satzklammer plus zusammengesetze Zeiten und der Akkusativ und der Dativ auch besonders schrecklich zu erlernen. Aber wenn man es verstanden hat, kann man es auch gut anderen erklären. So ist denn das zugehörige Buch von Twain auch unter diesen Aspekt interessant, auch wenn man gerne mal wieder einen englischen Text lesen will.
( eine Seite in Englisch und die andere Seite auf Deutsch.