Donnerstag, 22. September 2011

Angelo Soliman - ein Afrikaner in Wien und andere berühmte Afrikaner an europäischen Höfen


Angelo Soliman



Alexander Puschkin

Einer der berühmtesten aller russischen Schriftsteller stammte von einem afrikanischen Sklaven am russischen Hof ab. Das war kein geringerer als Alexander Puschkin, der bis heute noch verehrt wird in Russland. Sein Urgroßvater Abraham Petrowitsch Hannibal war ursprünglich ein afrikanischer Sklave, der dem Zaren Peter dem Großen geschenkt wurde, der sein Patenkind wurde und später Generalmajor wurde und als Gouverneur von Reval aufstieg.


Aber es gab auch noch andere, die es zu etwas gebracht hatten bei Hofe.

Denn es war durchaus üblich, dass immer wieder zu Entdeckungszeiten Afrikaner und dabei auch wichtige, bei Hofe vorstellig wurden und dort auch lebten.

In Lissabon gab es so ziemlich viele Afrikaner, die sich angeblich auch unter die portugiesische Bevölkerung mischten, bevor überhaupt die Zeit des Sklavenhandels und der Kolonialisierung begann.
Aber auch bei Hofe lebte zum Beispiel ein Turaek, der als Kartograph und Illustrator in Portugal tätig war.(15.Jahrhundert). Überhaupt war es nicht unüblich alles ungewöhnliche ob nun Pflanzen, Gewürze und unbekannte Kreaturen, ob nun Mensch oder auch Tier mit nach Europa zu bringen. So landeten, wie es bei Jose Saramago zu lesen ist ,Elefanten vom portugiesischen Hof an dem österreichischen als Geschenk.- Dieses Spätwerk Sarmagos, sicherlich auch eine Kritik an der damaligen Imperialpolitik beider Großmächte, zeigte auch diese Verbindungen auf.
Angelo Soliman kam aber nicht über diesen Weg nach Österreich , sondern wurde als Sklave nach Sizilien gebracht, dann nach Wien als Soldat gebracht. Bald darauf wurde er Lehrer für die Fürstenkinder , wurde dann auch Freimaurer und er war wichtiger Gesprächspartner für Kaiser Josephs II. Obwohl er so wichtig war, wurde er nach seinem Tod als "Wilder" ausgestopft Bestandteil der kaiserlichen Naturaliensammlung.

Fiel der Wertschätzung am russischen Hof für den Vorfahren des Dichters Puschkins schon nicht gering aus , so wurde der poetische Nachfahre Puschkin noch höher bewertet. Puschkin wird wahrscheinlich in Wien in der Ausstellung Angelo Soliman- ein Afrikaner in Wien- kaum vorkommen, aber sein Kollege
Ilija Trojanow (Schriftsteller)wird am 8. Januar 2011 durch die Ausstellung führen.
Auch eine literarische Attraktion.
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Roman in Portugal :
" Die Weisheit der Wüste und die Sehnsucht nach Freiheit"
Ein Turaek vom Stamm der Imanjaghen, der " freie Mensch " lebt am portugiesischen Hof als Kartograph und Illustrator.
1418 im Alter vom 12 Jahren von Heinrich dem Seefahrer entführtund wurde nach Portugal verschleppt.

Und Puschkin? er schrieb auch über seinen Großvater und leider war seine Ehe nicht so glücklich (oder doch) , jedenfalls endete sie in einen Duell.
- Pique Dame, Reclam,

-Gedichte, Reclam,

-Eugen Onegin.Ein Roman in Versen, Reclam,



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Ausstellung in Wien:




Katalog:

Angelo Soliman - Ein Afrikaner in Wien

Farb- und Schwarzweißabbildungen,

erschienen im Christian Brandstätter Verlag(Katalog)



Erhältlich ab 29. September 2011

und die Ausstellung: Angelo Soliman -
Ein Afrikaner in Wien
29. September 2011 bis 29. Januar 2012

1040 Wien, Karlsplatz
Telefon: +43-1-505 87 47-0, Telefax: +43-1-505 87 47-7201
E-mail: office(at)wienmuseum.at
Dienstag bis Sonntag & Feiertag, 10 bis 18 Uhr
Geschlossen: 1.1., 1.5. und 25.12.
Bilder der Ausstellung
Führungs- und Vermittlungsprogramme
Ausstellungsfolder als PDF-Download
Eintrittspreise