
Um Voegel fangen zu koenen, kann man einen Vogel bunt anmalen, der wird dann von den schwarzen so lange angegriffen bis er tot zu Boden faellt. Die schwarzen werden dann abgeschossen und so hat der Vogelfaenger sein Einkommen.
Die Welt auf dem Lande im oestlichen Polen ist abenteuerlich und auch gefaehrlich fuer ein Kind, dass von den Eltern zur Zeit des Krieges ausgesetzt wird, damit es die Vernichtungslager umgehen kann und ueberlebt.
Von einer Familie zur anderen wird der Junge mit den olivfarbenden Haut und den schwarzen Augen, der vollkommen ahnungslos ist , was seine Herkunft anbelangt, jedoch trotzdem mitbekommt, dass er zu der Gruppe von Menschen gehoert, die eigentlich gemeldet werden muessten,geschickt.
Er bewegt sich in einer Welt osteuropaischen Aberglaubens, groben Umgangs und exzessiven Christentums, das ihm als seine Rettung erscheint, obwohl er sich nicht daran erinnert kann, in jeglicher Hinsicht einmal religioes unterwiesen worden zu sein. Er erinnert sich nur an Gedichte , die er zur Unterhaltung den Bauern vortraegt, in einer Aussprache, die ihm selbst langsam fremd ist.
Der Junge soll erschossen werden und darf weglaufen und er darf immer wieder unterkriechen, was zwar gut ist, aber oft schauderhaft zugleich fuer ihn ist, wenn da nicht auch eine Verliebtheit waere, eines Jungens, der darueber seine Stimme verliert.
Erst als der Krieg vorbei ist und die russische Armee das Land erobert, kommt er in Sicherheit und ist von diesen Soldaten so eingenommen, dass er spaeter nicht mehr daran denkt, seine Kinderuniform ausziehen zu wollen , um in ein ziviles Leben zuruckzukehren.
Der Roman beruht auf Erlebnissen des Vaters des Schriftstellers, auch wenn vieles fast wie eine Metapher erscheinen mag, aus einer Welt in der Vernichtung von Menschen auf der Tagesordnung stand.
Jerzy Kosinski hatte mit dem bemalten Vogel einen ungeheueren Erfolg.
Die Geschichte des kleinen Jungen , welcher von der katholischen Kirche und der russischen Armee gerettet wurde, ruehrte viele Gemueter. Es wird auch jetzt 2011 nicht anders sein , wo das Buch noch einmal aufgelegt worden ist. Sicherlich eine sinnvolle Idee, bereits erfolgreich gewesene Buecher nach Jahren noch einmal neu auf den Markt zu bringen.
Mit seiner eher einfachen Satzstruktur, aber dichter Handlung in einer Welt, die durch Bilder und Ereignisse so intensiv wird, oft irreal erscheint, jedoch trotzdem an vielen Stellen realistischer dargestellt ist, als man sich das selbst vorstellen kann, zeigt der Roman die Welt eines Kindes , dass das Alltaegliche des Krieges erlebt. Nicht unbedingt als Zeitdokument, wie etwas das Tagebuch der Anne Frank, sondern die literarische Verarbeitung eines Erwachsenen.

Jerzy Konsinski, 1933 in Polen unter dem Namen Josef Lewinkopf als Sohn polnisch-juedischer Eltern geboren, emigrierte in den Vereinigten Staaten. Seine Buecher wuerden mit mehreren Preisen ausgezeichnet, unteranderem darunter National Book Award./
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