und eigentlich mit falschen Namen in die Geschichte oder besser in die Prozessakten Mexikos einging.


Vor einigen Jahren wäre es sicherlich undenkbar gewesen ,ein Buch über die Ermordung Trotzkis zu schreiben. Wollte man doch den Konflikt vergessen , genauso wie die Personen die daran beteiligt waren.
Das galt für die ehemalige Sowjetunion und auch für Kuba. Mit Stalin hatte man schon lange nichts mehr in Sinn, trotzdem blieben die Ereignisse ,die damals zur Ermordung von Trotzki führten im Dunkeln , denn nicht nur Trotzki , sondern eigentlich alle , die an der Oktoberrevolution beteiligt waren und sich nicht mit Stalin einigen konnten ,waren in Gefahr. Stalin lies hinrichten ,wo er nur konnte. War Trotzki intern im Wege , so hatte auch Tito seine Mühe , den Mordanschlägen zu entgehen. In einen Brief an Stalin beschwerte sich Tito polemisch , dass er inzwischen fünf von Stalins Anschlägen entgangen sei.
Trotzki wurde ins Exil entlassen , aber man lies ihn auch nicht in Ruhe. Sicherlich, er unterließ es nicht gegen Stalin zu agitieren. Jedoch hatte die UdSSR 1940 nicht besseres zu tun ,als ihre Regimegegner zu verfolgen?
Padura recherierte sehr gründlich , fuhr eigens nach Mexiko ,um dort vor Ort den Ereignissen nachzugehen und machte so seinen Roman nicht nur zu einen spannenden, sondern auch zu einem historisch interessanten.
Spanischer Bürgerkrieg, Mexiko, Prag und natürlich noch Moskau und Kuba,um die wichtigsten Schauplätze zu nennen. Die Stalinisten schlugen überall zu.
In dem über 700 Seiten dicken Buch wird viel zusammengetragen und auch mit etwas mehr Abstand dargestellt , wie etwa in anderen Büchern z.B. auch bei Arthur Koestler,der sich ebenfalls kritisch mit den Ereignissen im spanischen Bürgerkrieg und auch in der UdSSR umging, der aber dirkt unmittelbar nach oder im Krieg noch verfasste und eben einfach betroffen war.
Leonardo Padura stellte ganz zu Beginn seiner Recheren fest, dass der Attentäter Trotzkis nach seiner Haft in Mexiko nach Kuba übersiedelte.
Der Mann , der die Hunde liebte und der dann am Strand in Kuba dort im Roman auf einen Schriftsteller stößt, dem er erzählt. Im Vorfeld wird der Weg dieses Katalanen aufgezeigt , der seine Identität wechselte und dann als Belgier in Mexiko Trotzki aufsuchte und ermordete.
Aber auch der Erzähler selbst kommt zu Wort und auch Trotzkis Leben wird in allen Stadtionen erzählt.
Mexikanische und russische Darstellungen der Ermordung sind bekannt , jedoch nicht so ausführlich geraten.
Aber so, wie der Roman jetzt entstanden ist, ist er für viele eine Sensation und gehört jetzt schon zu einen der meistgelesenen Büchern bei den Neuerscheinungen, vielleicht auch ,weil er viel Auskunft gibt über den Täter , dessen Geschichte bis heute noch nicht vollkommen aufgeklärt ist und weil Leonardo Paduras Stil das Buch zu einem Leseerlebnis macht.
Die Bilder:
das Wohnhaus von Trotzki in Mexiko, Foto von Cornelia Lohs
Ankunft in Mexiko( Trotzki(Mitte) mit Frau(ganz links)und die Malerin Frieda Kalho(Mitte)
Zum Autor:
Leonardo Padura, 1955 in Havanna geboren, studierte Lateinamerikanistik und schrieb zunächst für mehere kubanische Zeitschriften. Mit seinem Kriminalzyklus "das Havanna Quartett"( ein perfektes Leben,Handel der Gefühle, Labyrinth der Masken,das Meer der illusionen),Adios Hemingway sowie der Nebel von gestern.
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