Dienstag, 28. Februar 2012

Sonja Heiss


das Glück geht aus?

"Ich sehe auf meine Obstschale, über der sie jetzt kreisen, wild aufgeregt, als wüssten sie , dass ich ihnen ihre Nahrung wegnehmen will. Ich bin immer unsicher, ob ich das Obst in mein porridge schneiden soll, sie wären sicher deprimiert deswegen...


Ich gehe wieder zur Obstschale und betrachte die schwarzen Pünktchen. Sie wirken nervös. Ich sehe Ihnen eine Weile zu. Fruchtfliegenweibchen legen vierhundert Eier auf einmal, aus denen einen Tag später schon die Larvenkinder schlüpfen, die sich auch sofort über Obst und Verfaultes hermachen.Es wäre wahrscheinlich besser, wenn ich ihnen die Nahrung wegnähme. Ich greife nach der Banane. Sie fliegen wild umher,ihre Flugbahnen haben etwas Verärgertes.Ich lege ihnen als Ersatz einen Apfel obendrauf."






Erzählungen entstehen aus dem Leben heraus . Aus dem scheinbar Alltäglichen , dass sich dann zu einem Etwas von Glück oder Unglück Akkumulierten entwickelt.
Die Situationen , die Sonja Heiss in Ihren Erzählungen verdichtet , sind nicht zufällig . Eine Reise mit dem Vater nach Kanada. Seitensprungfantasien , die sich in eine Beziehung einnisten . Ein Kind, das geboren wird , das Beste ,das passieren konnte . Ein Mädchen geht in eine Fernsehshow und ein Baumhaus wird von einem Sohn gebaut und muss leider wieder abgerissen werden, weil es die Nachbarn stört.
Aber das ist nicht so schlimm , wie es im ersten Moment scheinen mag.
Der Autorin geht nicht wirklich das Glück aus , dazu passiert zu viel , auch Angenehmes . Glücksmomente, die sicherlich später zählen mögen ,auch wenn eine gewisse Desillusionierung schon eingesetzt hatte .
Sicher ,auch wenn der Tod der Oma sie ,die Erzählerin,schon trauig machte , aber zu der Großmutter hatte sie dann auch wieder rum nicht so viel Kontakt. Manchmal ist das auch nicht das Entscheidende...

Es kann gehofft werden , dass es noch weitere Erzählungen in Zukunft gibt, es ist ja nun das Erstlingswerk.

Sonja Heiss nimmt existenzielle Situationen, wie die Relation zu dem Vater , den Tod einer Anverwandten , die Sexualität eines Sohnes und die Vernarrheit einer jungen Mutter und schildert diese in unterhaltsamer und auch anspruchsvoller Form. Kurz , treffend und manchmal auch skurril.

Sonja Heiss, aus München stammend, jetzt in Berlin lebend hat zunächst sich mit Film beschäftigt , schreibt zur Zeit auch an einen Drehbuch. Das Glück geht baus ist ihre erste literaische Veröffentlichung.

Sonntag, 26. Februar 2012

Brasilesen




Beatriz Bracher,Copyright:Franciso Perosa




Die im letzten Jahr begonnene, erfolgreiche Veranstaltungsreihe

wird 2012 fortgesetzt. Die brasilianische Autorin Beatriz Bracher liest am

Montag, dem 12.03.2012 um 19.30 Uhr

in der Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt, Hasengasse 4

aus ihrem Roman Antonio

Beatriz Bracher, Copyright: Francisco Perosa

Beatriz Bracher wurde 1961 in São Paulo geboren, studierte Literaturwissenschaft und arbeitet zunächst als Lektorin und Verlegerin, ehe sie sich ganz dem eigenen Schreiben widmete. Sie gilt in Brasilien als eine der herausragenden Stimmen der Gegenwartsliteratur. In all ihren Büchern setzt sie sich mit den ethischen Fragen und Konflikten, die zwischen den sozialen Schichten bestehen, auseinander.

Die Lesung ist zweisprachig portugiesisch-deutsch. Maria Hummitzsch moderiert und übersetzt, der Eintritt ist frei.

BrasiLesen soll das Interesse für eine neue, hierzulande noch unbekannte Schriftstellergeneration Brasiliens lenken und einen Vorgeschmack auf die vielen zu erwartenden Veranstaltungen im Jahr 2013 geben, wenn Brasilien zum zweiten Mal Gastland der Frankfurter Buchmesse sein wird.

BrasiLesen ist eine Iniatitive des Centro Cultural Brasileiro de Frankfurt (CCBF e.V.), dem Generalkonsulat von Brasilien, TAM Airlines, Litprom, der Literarischen Agentur Mertin, TFM-Centro do Livro und Empório VidaBio.

BrasiLesen geht auf Tournee, Beatriz Bracher liest:

am Freitag, 09.03.12, 19.30 Uhr in München, Buchhandlung Moths, Rumfordstraße 48
Moderation: Luisa Costa-Hölzl, Lesung der deutschen Texte: Wanda Jakob

am Dienstag, 13.03.12, 19.00 Uhr in Berlin, Botschaft von Brasilien
Moderation und Übersetzung: Maria Hummitzsch

am Donnerstag, 15.03.12, 18.00 Uhr in Leipzig, naTo, Karl-Liebknecht-Straße 46, im Rahmen des Programms “Leipzig liest” der Leipziger Buchmesse
Moderation und Übersetzung: Maria Hummitzsch


(Foto und Fext ennommen dem Blog vom TLM- Frankfurt http://tfmonline.wordpress.com)

Donnerstag, 23. Februar 2012

Warum denn nur so teuer ? Unglaubliche Geschichten um eine Bilderserie





Über das Stehlen und Verkaufen von Kunst

Edward Munch hat nun der Nachwelt viele Bilder hinterlassen, die zu horrenden Preisen nur den Besitzer wechseln könnten / können . Deswegen sind manche auch einfach verschwunden / bzw. gestohlen worden. Der Wert beläuft sich auf 60 Millionen Euro bei dem zu versteigernden "der Schrei".. Von dem Betrag soll in Norwegen ein Kulturzentrum/ Museum errichtet werden.


Der Schrei soll jetzt verkauft werden und zwar in New York auf einer Aktion ,die am 2.Mai stattfindet. Bei dem zu erwartenden Preis, könnte nur noch die Mona Lisa mithalten.



Wenn es denn überhaupt zum Verkauf kommen sollte , weil häufiger ist es wohl schon gewesen , dass Diebe Munchbilder entwendet haben und zum Teil auch zerstörten.

So geschehen 1994 wo die rot- grüne Version des Bildes verschwand. Der Täter wurde gefasst.

Dann wieder 2004, wo bei einem bewaffneten Raubüberfall die hell-orange Version des Schreis und dazu das Munchgemälde Madonna gestohlen wurde.Es ist wohl noch nicht wieder aufgetaucht , wo hingegen die Bilder vom Klau von 1994 schon wieder sichergestellt werden konnten.

2006 gab es dann den nächsten Überfall nicht nur auf ein weiteres Bild von Munch wurde aus dem Museum entwendet, sondern auch ein Geldtransporter wurde überfallen. Es folgte ein Gerichtsprozess . Wer jetzt glaubt die Geschichte sei abgeschlossen ,der irrt.
Gleich zwei Bilder wurden bei Überfällen danach beinahe wieder zerstört. Mit Messern aufgeschlitzt oder ähnliches wurden sie im noch nicht restaurierten Zustand der Weltöffentlichkeit präsentiert . Eins der Bilder konnte bis heute nicht wieder hergestellt werden. Ein weiteres Attentat auf ein Bild folgte, welches dann wiederrum 2008 wieder gezeigt werden konnte.

Dann kann jetzt nur gehofft werden , dass am 2. Mai der Versteigerung friedlich verläuft, dem neuen Museum in Hvitsten sei es gegönnt.


Bild : der Schrei , Edward Munch

Sonntag, 19. Februar 2012

Das Leben eines überzeugten Islamisten


Bei manchen Titeln denkt man , dass man ein Sachbuch vorgelegt bekommt und ein guter literarischer Stil wird nicht vorausgesetzt und erst überhaupt nicht erwartet.

Schon alleine deswegen, ist schon wegen seiner Anschaulichkeit Kahelb al- Berrys Buch eine Überraschung. Der Stil die lebendig ,fein und nicht holperig oder gar spröde.

Wie erlebt man die Welt als Islamist ? Wie bewegt sich ein Junge in der arabischen Welt? Was sind sind seine Themen ? Wie ist der Alltag gestaltet in Ägypten?

Nach einem zufälligen Zusammenstoß wird der Junge religiös, geht mehrfach täglich in die Moschee, trägt traditionelle Kleidung und versucht an der Schule und später auch an der Hochschule für seine Ideale einzutreten. Das bleibt nicht ohne Konsequenzen , ob nun gerechtfertig oder auch nicht, denn unter Mubarak wurde religiöse Gruppierungen kontrolliert.
Nun gibt es das Recht der freien Religionsausübung in unserer deutschen Gesellschaft und eigentlich gilt das grundsätzlich für jede Gesellschaft und so auch Ägypten, jedoch wo sind die Grenzen ?

Der Autor schildert hier aber einfach nur sein Leben . Er wird nicht gleich an jeder Universität zugelassen und als er dann für Geschlechtertrennung an der Uni sich einsetzt, kommt es zu gravierenden Schwierigkeiten. Er studiert den Koran und lernt das Predigen , hat seine Auftritte und wird dann verhaftet und kann über längere Zeit im Gefängnis verharren.

Es gibt dann auch einen Meinungswandel zum Ende dieses Buch . Der junge Medizinstudent wird weltlicher, weshalb wohl so auch nur das Buch entstehen konnte, aber gerade das macht es interessant, weil es doch wirkliches religiöses , islamisches Empfinden aufzeigt.
Nun ist der Herderverlag eigentlich eher ein christlicher Verlag , trotzdem ist dies Buch nicht ein Buch zum Thema Pro und Kontra Christentum gegen Islam , sondern eher ein literarische Sachbuch über ein für Europäer fremdes Leben in der arabischen Welt im Nahen Osten.
Neben dem Vergnügen , dass das Buch auch bereitet,ist es sicherlich eines, das aufklärt , aber auch Kritisches aufzeigt.

Khaled al-Berry wurde 1972 in Sohag, Ägypten, geboren. In Kairo studierte er Medizin. Seit 1999 lebt und arbeitet er als Journalist in London.

Samstag, 18. Februar 2012

Europa ein vollendetes Abenteuer

Diskussion
Energiepolitik in der Europäischen Union - neue Ansätze und Herausforderungen

29.02.2012 19:00


Podiumsdiskussion der Veranstaltungsreihe „Europa - ein unvollendetes Abenteuer„

Veranstaltungsort:
Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund
In den Ministergärten 3
10117 Berlin

Um Anmeldung wird gebeten
per Email: antwort@polnischekultur.de

Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.
Trotz rechtzeitiger Anmeldung kann die Teilnahme nicht garantiert werden, sollten bei ihrem Eintreffen alle Plätze belegt sein.

Im Focus stehen : Europäische Energiepolitik / die Rolle der osteuropäischen Staaten unter besonderer Berücksichtigung polnischer Interessen.
Die Information ist der Homepage des polnischen Kulturinstituts von Berlin entnommen.

Freitag, 17. Februar 2012

Literatur CZ

Literatur CZ . Wer kennt die aktuellen Schriftsteller in Tschechien?

In einer Lesereise, die in Prag am 22. Februar beginnt, fahren Schriftsteller bis hin zur Buchmesse nach Leipzig, wo Radka Denemarkova ,Petra Borkovec, jaroslav Rudis und Petra Hulova, ebenfalsls auftreten werden. Unterschiedlichste Literaturhäuser sind die Zwischenstadion.


Lesereise durch die Literaturhäuser:

Radka Denemarková und Petr Borkovec
5.03. Literaturhaus Basel, 19.00 Uhr
6.03. Literaturhaus München, 20.00 Uhr
7.03. Literaturhaus Salzburg, 20.00 Uhr
8.03. Literaturhaus Graz, 20.00 Uhr

Jaroslav Rudiš und Petra Hulová
5.03. Literaturhaus Köln, 20.00 Uhr
6.03. Tschechisches Zentrum im Kulturhaus Taranta Babu, Dortmund, 19.30 Uhr
7.03. Literaturhaus Stuttgart, 20.00 Uhr? (Ausstellungseröffnung Alois Nebel)
8.03. Literaturhaus Zürich, 20.00 Uhr
9.03. Literaturhaus Stuttgart, 20.00 Uhr

Tomas Zmeskal und Marketa Pilatová
5.03. Literaturhaus Hamburg, 19.30 Uhr
6.03. Literaturhaus Rostock, 20.00 Uhr
7.03. Literaturhaus Berlin, 20.00 Uhr
8.03. Literaturhaus Leipzig, 19.30 Uhr

und auf der Leipziger Buchmesse.

Ausführliche Info über die Newcomer:

http://www.iliteratura.cz/Clanek/23911

Dienstag, 14. Februar 2012

Schlafsonate- Pordis Björnsdottir


Zimtschnecken

Ivana kommt für sie in eine neue Stadt.Liebster Anlaufspunkt wird eine Bäckerei mit Zimtschnecken. Sie läuft einem Mann hinterher, dessen Schuhe sie schon in dem Laden gesehen hat. Sie kauft ein blaues Kleid, träumt merkwürdig und findet Kinderzeichnungen und geht in den Zoo und hat Katzen , die sie in einem Korb an der Häuserwand herunterlässt. Der Mann und Ivana geben sich Namen . Er hat etwas besonders, denn er kann in andere hineinschlüpfen .

Doch trotzdem , obwohl die Geschichte sich zunächst so traumwandlerisch entwickelt, kommt es zu Problemen.

-Was würdest du bei enttäuschten Vertrauen tun ,das war wohl ungefähr die Frage , die er ihr stellte und dann selbst beantwortet, dass er der anderen Person die Hand abschneiden würde.-

Der Mann verschwindet und sie begibt sich auf die Suche.

Schlafsonate ist eine Erzählung mit der man sich unbemerkt davon machen kann in eine irreale Welt , die sich zwischen dem Realen und der Phantasie schiebt und schon wegen ihrer Bilder so bestechend ist . Ein wundersamer Stil , einzigartig und von einer poetischen Art und dem Empfinden nach eher selten und überraschend . Es ist keine Nordeuropäische Fabelwesenlandschaft , die uns die isländische Autorin hier präsentiert ,jedoch doch schon eine Welt , die ungewohnt und geheimnisvoll und nicht unbedingt durchschaubar ist.

Die Autorin ist noch fast jung, 1978 geboren in Reykjavik,studierte Literaturwissenschaften an der Universität Island. Es nicht ist ihr erstes Buch und wir können gespannt sein , auf weitere Sonaten, hoffentlich..




Rezepte von Zimtschnecken gibt es übrigens so ziemlich viele im Netz.

Samstag, 11. Februar 2012

Armer Ovid !


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Jetzt ist nun Ovid schon lange nicht mehr , aber wenn er das mitbekommen hätte, dass jetzt selbst das Schwarze Meer gefriert , dann hätte er sicherlich noch ein Klagelied angestimmt. Der römische Dichter wurde im Jahre 8 nach Chr. dorthin an das Schwarze Meer verbannt, weil er wohl die falschen Liebesgedichte geschrieben hatte. Heute liegt hier die drittgrößte Stadt Rumäniens, Konstanca ,direkt am Meer.


Epistulae ex Ponto (Briefe vom Schwarzen Meer)

4 Bücher, Fortsetzung der Tristia. Ovid beschreibt sein Glück in der Vergangenheit und sein Unglück in der Gegenwart. Außerdem erzählt er vom rauen Klima, Barbaren, der ständiger Kriegsgefahr und einer entsetzlichen Einsamkeit. Er behauptet weiter seine Unschuld und zürnte dem römischen Kaiser.

Bilder: Srodmiescio, Costanta Casino und das Denkmal von Ovid (Wikipedia)

Dienstag, 7. Februar 2012

Rainbow-Kuchen

1.Also, was gibt es denn heute zu sehen?
Pudding mit Himbeeresirup, Pudding mit Waldmeister , aber dieses Blau... na ja, in
England kann man auch so ein blaues Eis kaufen.
Ach, das soll nicht jetzt auf den Tisch ? Das ist was?
Ein Teig mit Farben.
Also so wie Marmorkuchen , aber bunt. Ich verstehe.


2.jetzt wurde das Farbenteiggemisch einfach in den Ofen geschoben und dann wieder rausgeholt.






3.siehst ja aus wie ein ganz normaler Geburtstagskuchen mit Kerzen und lässt nichts von seinem Innenleben erkennen.

4.und jetzt kommt dann das scheinbar doch wirklich essbare Objekt auf den Teller. Mannomann, soviel Aufwand , aber ganz schön viel Farbe.



Kreation und Fotos mit freundlicher Genehmigung von Kerstin Klein.. Danke ! (weitere Info zur Künstlerin sind unter www365.skulls.com einzusehen.)

Montag, 6. Februar 2012

Sponsoring , Bestechlichkeit und Ämterwechsel

Viele Menschen kritisieren Politiker , wenn sie Geschenke annehmen , wenn sie Angebote nutzen, wie etwa einen Flug , der gesponsert ist oder einen Urlaubsaufenthalt oder einen Kredit.

Aber jetzt mal ernsthaft, wenn man einen Flug geschenkt bekäme und das ohne Gegenderwartung geschehe, ist es dann nicht vielleicht eine Ersparnis , die dem Staat indirekt zu gute kommen könnte? Angenommen ein Bundespräsident bekäme einen Flug geschenkt, wäre er dann sofort Werbeträger dieser Fluggesellschaft und würde er sich dann sofort verpflichtet fühlen bei der nächsten Situation für einen Flughafenbau sich einzusetzen?
Wohl kaum. Ich persönlich hatte auch schon einmal gesponserte Kleidung auf einer staatlichen Veranstaltung an. Der Kleidung konnte man nicht ansehen vom wem sie gesponsert wurde. Und ich kann schwören, ich habe danach nicht ein Kleidungsstück mehr bei dieser Firma gekauft als vorher. Die Firma konnte aber schreiben , dass sie als Sponsor aufgetreten war auf dieser Grossveranstaltung und konnte die ganzen Ausgaben für die Kleiderausstattung sicherlich von der Steuer absetzen. Eine staatlich Ausgabe weniger wegen Sachmittelsponsoring. 40 Personen nicht eingekleidet auf Staatskosten sondern ueber Sponsoring.
Ist nicht vielleicht eher sicherzustellen , wenn für Politiker oder Events etwas gespendet wird , dass keine untragbare Gegenleistung abverlangt werden.
Könnte man nicht einen Gremium einrichten ,wo mögliche Spenden untersucht werden ,ob sie angenommen werden können( bereits im Vorfeld) damit Abgeordnete, Gremien und auch Veranstalter davon befreit sind, selbst zu entscheiden , ob sie diese Spende annehmen können.
Denn wenn Hotels,Fluggesellschaft , Autoverleihfirmen von sich aus anbieten , dann hat das keine weitere Bedeutung ,wenn die Spende öffentlich ist. Denn eigentlich ist es doch egal in welcher Maschine oder in welchem Hotel Politiker untergebracht werden ,wenn das zu Gunsten des Staates oder zu einem guten Zweck verrechnet ( Einsparung werden kompensiert und entsprechender Gewinn geht z.B.ins Amazonasgebiet zur Schützung des Regenwaldes oder ,oder) werden kann.
Sehr kritisch und auch schon kriminell wird es jedoch dann und das fällt dann nicht unter einfaches Sachmittelsponsoring, wenn Gelder gezahlt werden , weil Ausschussmitglieder und Politiker zum Beispiel bei Grundstückvergabe zustimmen sollen oder Projekte finanzielle Unterstützung erfahren sollen, weil die abzustimmende Person dafür eine Gegenleistung bekommt oder solch eine Stimmung gemacht wird , dass Politiker und Sachverständige nicht mehr so abstimmen , wie sie das eigentlich gerne tun würden , weil sie sich schon fast bedroht fühlen.
Gut, meistens gibt es öffentliche Teile einer Sitzung und nicht öffentlich und das bietet dann oft auch Schutz für die Leute , die Abstimmen müssen , wenn das im nicht öffentlichen Teil geschieht.

Jetzt noch einmal zurück zum Thema Bestechlichkeit. Staatliche Institutionen können nur Sponsoren finden , wenn das Geld an zwischengeschaltete Fördervereine oder ähnliches geht. Warum wird dies nicht auch bei Sponsoring und Spenden gemacht für Politikern etc?.
Das Sponsoring wird von einer neutralen Stelle geprüft , bevor es der Veranstaltung , dem Politiker zur Verfügung gestellt wird. Dann hätte man nicht mehr das Problem , dass im Nachhinein , wenn dann mal wieder überprüft werden soll , ob jetzt diese Spende rechtens war, die eine oder andere Person für korrupt erklärt wird.
Dann wäre nur die Frage , wurde diese Spende angegegen und überprüft oder nicht .

Denn das Menschen ständig ausgewechselt werden müssen , weil sie angeblich bestechlich sind, kommt dem Staat auch sehr teuer.

P.S.: ich sehe ein ,dass das mit dem Sponsoring vielleicht doch noch komplizierter ist und staaliche Veranstaltungen etc. keine Sportveranstaltungen sind, wo fast alle Akteure als öffentliche Werbeträger durch die Gegend laufen. Aber ich habe da schon im Alltagsleben meine Schwierigkeiten . Mich nervt es , wenn man die Marke eines Artikel sofort erkennen kann, aus unterschiedlichen Gründen...

Freitag, 3. Februar 2012

Wisława Szymborska

Wisława Szymborska (* 2. Juli 1923 in Bnin, heute ein Teil von Kórnik, bei Posen; † 1. Februar 2012 in Krakau) war eine polnische Lyrikerin. 1996 wurde ihr der Nobelpreis für Literatur verliehen.


Nun hat man es manchmal so, dass man Jahr um Jahr über eine Person schreiben will und es dann doch nicht tut. Mit einem Nobelpreis 1996 ausgezeichnet , aber in Deutschland trotzdem leider immer noch nicht bekannt. Die in Krakau bis vor ein paar Tagen noch lebende Dichterin , verfasst Gedichte , die von seiner Qualität auserordentlich waren und die Zeitgeschehen so reflektieren, wie es nur wenigen Menschen möglich ist.

Elke Heidenreich hatte auch ihre Bedeutung erkannt und hat schon vor Jahren ein Buch in deutscher Übersetzung in ihrer Bestenreihe veröffentlichen lassen.Auch eine CD, `einst hatten wir die Welt`, mit Gedichten von Wislawa Symbovska wurde von Frau Heidenreich gelesen.

Donnerstag, 2. Februar 2012

die Schrecken des Krieges



Goya ist einer berühmtesten Maler Spaniens . Er ist wohl so bekannt geworden , weil er sich mit seinen Bildern verstand durchzusetzen , weil er der Inquisition immer entging und vielleicht auch weil der spanische Hof dann manchmal doch zu ihm hielt , wo die Kirche ihn am liebsten bestraft hätte gesehen. Das jemand so expressiv über Kriege malte ,zeichnete, war neu und in vielerlei Hinsicht skandalöser , als Goyas Aktdarstellungen von spanischen Damen.
Wer sich mit dem interessanten Leben von Goya auseinandersetzen will , dem seien seine Bilder empfohlen und Feuchtwanger, der einen ganzen Roman über das Leben des Künstlers anfertigte, literarisch wertvoll und ausgesprochen informativ.

Bilder sind bald in einer Ausstellung " die Schrecken des Krieges zu bewundern in Berlin, wo Kriegfotografie z. B aus dem spanischen Bürgerkrieg mit den Radierungen von Goya nebeneinanderstehen und verglichen werden können.

Ausstellungseröffnung ,am Freitag, den 10. Februar, um 19:30 der Austellung Goya, Chronist aller Kriege. Los Desastres und die Kriegsfotografie .

Ort:Instituto Cervantes Berlin
Rosenstr. 18-19
10178 Berlin
Tel: 030 257 618 - 0



Bild: aus der Serie die Schrecken des Krieges,Goya